Münster-Hiltrup - „Es ist ein ganz komisches Gefühl, irgendwie unecht“, sagt Leo Horstmann, Schüler der 8. Jahrgangsstufe des Immanuel-Kant-Gymnasiums. Er blickt durch eine rote Brille , ähnlich einer Taucherbrille - doch diese Brille hat ganz andere Eigenschaften. Sie ruft Wahrnehmungsstörungen hervor, gaukelt sie doch durch ihre Konstruktion dem Körper vor, er habe zwischen 1,0 und 1,2 Promille Alkohol im Blut. Ein Balancieren auf einer Linie - mit dieser Suchtmaske fast ein unmöglicher Akt, eine Erfahrung, die auch Mitschüler von Leo gestern beim Projekttag der 8. Klassen zum Thema „Voll ist out“ machten.
In Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Suchtvorbeugung, angesiedelt beim Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, führte das Kant-Gymnasium unter Federführung von Lehrerin Jutta Stadtler gestern diese Aktion durch. An einem ganz bewussten Zeitpunkt, wie Brigitte Klute von der Fachstelle für Suchtvorbeugung betonte. Kurz bevor der Karneval und der damit oft unvermeidlich verbundene Alkoholkonsum richtig beginnt, sollen die Jugendlichen noch einmal besonders sensibilisiert werden.